Kunstaktion der Künstlergruppe DRITTVARIABLE
Lena Biesalski, Felix Fugenzahn, Susanne Gabler, Christian Schönwälder
Sonntag, 4. Oktober 2026, 11 bis 15 Uhr, Dorfkirche Hohen Viecheln
Orikel ist ein mobiler Begegnungs- und Erfahrungsraum, der an der Schnittstelle zwischen Ungewissheit und Zuversicht angesiedelt ist. Als temporäre Installation bietet er einen Ort der inneren Einkehr, der Selbstfürsorge und der mentalen Neuordnung. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Rituale – auch scheinbare, spielerische oder imaginäre – wohltuend und klärend auf den Menschen wirken können.
Diese mobile Apparatur schafft eine Durchgangssituation: vorne hinein, hinten hinaus – und dazwischen ein Moment der Zwischendurcherleuchtung. Dieser Übergang markiert ein Vorher und Nachher, einen bewussten Bruch im Alltag. Diese Situation kreiert Resonanz und diese ist der Beginn einer Neuordnung.
Das Orikel ist ein Ritual und funktioniert wie eine Sortiermaschine für mentale Prozesse. Gedanken, Wünsche und innere Zustände werden erst zerlegt und dann neu kombiniert. Eine bewusste Betonung liegt hier auf dem Imaginären. Es wirkt real und ist nicht greifbar. Ein Raum öffnet sich - für das Unfassbare.
Dieser ritualisierte Austausch steht im Zentrum: Wort- und Textfragmente sind vorgegeben und finden während der Interaktion mit dem Orikel zueinander. In diesem dialogischen Hin und Her entsteht ein neuer Text – möglicherweise prophetisch, tröstend oder irritierend – der von den Beteiligten selbst reflektiert und interpretiert werden kann.