Susanne Gabler Artist

Wordart

KUNSTSGNA

2023 | word art

KUNSTSGNA

2023
word art
in situ Kunsthalle Rostock
im Rahmen der Nominiertenausstellung zum 17. Rostocker Kunstpreis

Diese Schriftarbeit thematisiert den Ort wie Kontext ihres Daseins. In ihrer Konzentration wird sie lyrisch. Gold verspiegelt strahlt die Kunst nach außen und ihr Inhalt spiegelt sich in den Reflexionen ihrer Rezipient:innen. Immer dabei, die wenig thematisierte Angst und ihr Einfluss auf unsere Wahrnehmungen, Thematisierungen und Nichtthematisierungen. Die weißen Buchstabenobjekte treten aus der Wand, nähern sich den Betrachtenden an und ihr Gold tragen sie rückseitig. Ihr Wertvollen strahlen sie zur Wand ab und wohl dem der es entdeckt.

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NEW NOT NEW

2023 | installation | word art

NEW NOT NEW
2023

Schriftinstallation / word art
Klebefolie
NEW NOT NEW … endlos wiederholbare Wörter, die ihren eigenen Nachklang bilden. Visuell hallt dieser durch den Kirchturm und lässt uns unsere gemeinsame Geschichte erspüren.

Die Geschichte dieser gotischen Kirche, veranschaulicht durch die Platzierung der Buchstaben auf dem jüngsten Teil der Architektur. Bewahrend und schützend verschließt die Holzkastenwand den Kirchturm heute und verdeutlicht damit die Brüche in unserer Geschichte.

Der Schriftzug fragt in seiner Schleifenartigkeit, ob wir aus dem Vergangenen lernen und die Erfahrungen unseren zukünftigen Handlungen zugrunde legen.

Kirchenhäuser symbolisieren Macht der Städte, bieten Seefahrern Orientierung und den Menschen Halt. Diese Formen der Zuflucht wurde durch alle Jahrhunderte gebraucht und damit ist der Kirchturm auch aktuell eine Verkörperung von Sicherheit.
In seiner Unvollständigkeit visualisiert er gleichzeitig die Beständigkeit wie die Fragilität dieser Sicherheit.

Womit er eine wunderbare Übertragung zu unserem Ausstellungsthema ZU FLUCHT und den drängenden Thematiken unserer Zeit bietet – was auch die Wörter NEW NOT NEW in ihrer Konzentration ausdrücken.​

Future of past

2023 | installation | word art

Future of past
2023

Forex; Blattmetall, gold

Installation im Kirchenraum

Vertraut wirken die Zeichen wie Schrift. Lesbar sind aber ausschließlich drei Wörter: 

FUTURE of past. 

Die weiteren Elemente sind aus alter Fraktura und moderner Grotesk gemorphte Zeichen. Die Schriftarten der Vergangenheit und der Gegenwart bilden frei zusammengesetzt eine neue Verbundenheit und in ihrer Unlesbarkeit formen sie sich für die Betrachtenden zu Symbolen. 

Im Versuch diese gleichzeitig bekannten und unbekannten Zeichen zu entschlüsseln, lesen wir unsere eigene Geschichte. Die transportierten Gefühle entsprechen den Ahnungen, die sich aus den bruchstückhaften Erinnerungen und Erzählungen bilden, die jede Familie trägt. Traumatische Kriegserfahrungen sind oft unaufgearbeitet und einer Vielzahl auch im menschlichen Miteinander statt an konkreten Kriegsfronten entstanden. 

Sich unserer gemeinsamen Geschichte mit unseren Herzen und Ahnungen anzunähern, ist auch die Annäherung an unsere gemeinsame Wahrheit. 

Diesen höchsten Wert spiegelt die Vergoldung wieder. 

In der einzigen klar lesbaren Wortgruppe 

FUTURE of past verdichte ich alle unvollständigen Gefühle, errungenen Gedanken, Informationen und Erkenntnisse aus meiner Beschäftigung mit Maurinmühle. 

Die Vergangenheit ist vorbei und trotz wie wegen teils bewusster und teils unbewusster Bemühungen, sie zu vermeiden, ist sie unabänderlich reale Grundlage unserer Gegenwart und bildet damit unsere Zukunft. 

Diese künstlerisch geschaffenen Erinnerungswerke sind eine Zukunft für diese Vergangenheit genauso wie die Vergangenheit unsere Zukunft 

bestimmt. Beides ist gleichzeitig wahr.

Deutsch

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